Was ist Intermedia?

Intermedia – Verbindung von Theorie und Praxis

Intermedia ist ein Studiengang, der seit dem Wintersemester 2013 an der Universität zu Köln studiert werden kann. Der Fokus liegt auf der Verbindung von theoretischer Medienwissenschaft und praktischer Medienkompetenzförderung. Damit schließt das Studienfach eine Lücke zwischen der theorielastigen Medienkulturwissenschaft und verschiedenen technik- bzw. praxisorientierten Studiengängen und Ausbildungen.
Die Studierenden erwerben theoretisches Hintergrundwissen und praktische Kompetenzen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Medienpädagogik, Medienästhetik, Mediengestaltung und Kunst. Darüber hinaus können eigene Fokusse gelegt und bestimmte Aspekte vertiefend studiert werden.

Medienpädagogik und Medienkulturwissenschaft

Digitale Medien verändern grundsätzlich und nachhaltig das Leben und Lernen im 21. Jahrhundert. Die Möglichkeiten und Voraussetzungen von Lehre und Bildung werden stark durch sie beeinflusst. Im Rahmen der Medienpädagogik lernen die Studierenden Konzepte der Mediendidaktik, Medienerziehung und Medienkritik. Im Fokus stehen also Fragen zur Gestaltung und Evaluierung von Lehr- und Lernprozessen mit und über Medien. Gleichzeitig wird die individuelle Medienkompetenz gefördert, um einen kritischen und reflektierten Umgang mit verschiedenen Medien zu ermöglichen. Darüber hinaus werden verschiedene Aspekte der Medien(kultur)wissenschaft, Medienbildung und Medienkultur untersucht.

Medienästhetik

Der komplexe Begriff der Medienästhetik befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Medien und menschlicher Wahrnehmung. Das Verständnis medialer Gestaltungsmethoden ist die Voraussetzung für die Analyse medialer Produkte und Phänomene. Die Studierenden werden befähigt, mediale Muster und Abläufe zu verstehen und dieses Wissen in eigenen Projekten umzusetzen. Dies umfasst unter anderem visuelle und auditive Gestaltungsmittel sowie die Geschichte und Entwicklung (digitaler) Medien.

Mediengestaltung

Während Medienpädagogik und Medienästhetik die theoretischen Grundlagen darstellen, werden im Rahmen des Studiums auch praktische Veranstaltungen angeboten. Bei diesen besteht die Möglichkeit, mediale Projekte durchzuführen und Erfahrungen zu sammeln. Im Rahmen von Seminaren und basierend auf Subsidiarität werden theoretische Kenntnisse angewandt und praktische Kompetenzen erworben. Im Verlauf des Studiums erlangen die Studierenden fundierte Kenntnisse gängiger Gestaltungsmittel und Programme. So werden beispielsweise die Grundlagen der Video- und Audiobearbeitung anhand von Filmprojekten erprobt.

Kunst

Der Übergang von Medienästhetik und medialen Gestaltungsmethoden zu zeitgenössischer Kunst ist fließend. Studierende lernen künstlerische Methoden und Strömungen kennen, insbesondere neuere Kunstformen wie die Aktionskunst, die Pop-Art und die Konzeptkunst. Natürlich stehen auch Kunst und digitale Medien in einem Wechselverhältnis; Künstler können Medien wie das Internet als Plattform für ihre Werke sowie als Distributionsmittel verwenden – oder die Medien selbst zum Thema machen.